01/2018: Ausbeute aus drei Dörr-Runden

Lagerung: Pastinaken-Chips gedörrt

Was tun, wenn die Pastinaken aus dem Lagerkeller nicht allen werden? Ich habe mich mal für die Variante des Dörrens entschieden, mit einem 10-Etagen-Dörrautomaten.

Pastinaken sind ja eine wunderbare Sache. Eintöpfe, Pürees, Gebacken, gedämpft oder als Rohkost, die passen wirklich fast zu jedem Gericht. Aber sind wir mal ehrlich: Jeden Tag wollen wir sie auch nicht essen und die Kinder verziehen schon das Gesicht, wenn Papa wieder mit den Rüben daherkommt.

01/2018: Nach zehn Stunden bei 52 Grad, knackige bis lederige Chips

01/2018: Nach zehn Stunden bei 52 Grad, knackige bis lederige Chips

In der Bekanntschaft hält sich die Begeisterung über geschenkte Pastinaken auch in Grenzen – ja, die muss man auch noch bürsten und reinigen – und für die Kaninchen der Bekannten sind sie in Mengen dann doch zu schade.

01/2018: Der Wurm ist drin - die kleinen Maden kümmern sich weiterhin um das Wurzelgemüse.

01/2018: Der Wurm ist drin – die kleinen Maden kümmern sich weiterhin um das Wurzelgemüse.

Bevor die kleinen weißen Würmer die Ernte im Keller vollständig vernichten, wollte ich einmal den Dörrversuch starten. Der Dörrautomat war für einen Test praktischerweise gerade da. Ich habe es einmal auf dem Kamin ausprobiert und mir hat die lederartige bis leicht brüchige Konsistenz gefallen.

Davon muss ich mehr machen, war meine Idee. Und gleich eine große Menge davon, die in Gläsern eingelagert wird. Anderenfalls würden sie wieder Luftfeuchtigkeit anziehen und schimmeln.

 

01/2018: Die Ernte war enorm, was tun mit so vielen Pastinaken?

01/2018: Die Ernte war enorm, was tun mit so vielen Pastinaken?

Das Vorgehen ist denkbar einfach:

  • Pastinaken gleich draußen von groben Schmutz und faulen, madigen Stellen befreien, Stiel abschneiden
  • Pastinaken in der Küche schälen bis nur noch schön weiße Rüben in der Schüssel liegen
  • mit der Küchenreibe (Messer Aufsatz) oder der Küchenmaschine (Scheibenschneider) schön große Scheiben von 2-6 Zentimetern Durchmesser herstellen. Dicke zirka 2-4 Millimeter, davon hängt der Zeitbedarf beim Dörren ab. Kleinere Durchmesser machen wenig Sinn, durch die Schrumpfung bleiben nur Winzlinge. Die dünnen Enden habe ich daher entfernt.
  • In einer großen Schüssel mit einem Salz-Öl Gemisch einreiben
  • Dicht an dicht, aber nicht überlappend, auf den Dörrgittern verteilen.
  • 8 Stunden bei 52 Grad Celsius Dörren (Bei 2-4 mm Dicke)
  • Chips in große Schüsseln füllen, Krepp-Papier dazwischen, um überschüssiges Öl auf zu fangen. Halbe Stunde stehen lassen.
  • In Gläser mit Deckel füllen. Chips würden anderenfalls Feuchtigkeit ziehen (Rehydrieren)

 

Am Morgen nach dem nächtlichen Dörrvorgang roch es im Haus angenehm nach Pastinaken. Nur mit Öl schmecken die Chips relativ fade, was für den späteren Gebrauch in Suppen etc. kein Problem ist. Zum Nebenbei knabbern muss es aber schon etwas salzig sein, oder aber man hat einen schönen Quark-Dipp dabei.

 

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